Nicht wirklich rot, aber lecker!

Im Rahmen unseres ersten grossen Brautages in 2013 wurde ein Roter Baron gebraut. Mittlerweile ist der Sud vergriffen. Rückblickend lässt sich über dieses Bier folgendes sagen:

Aussehen: Natürlich ist das Aussehen bei einem Rotbier mehr oder weniger der wichtigste Teil der Wertung. Unser Ziel war eine deutliche rote Farbe. So wie man sich eben einen Roten Baron vorstellt. Obwohl die Würze noch deutliche Rottöne besaß, wurden wir beim Abfüllen und beim Öffnen der ersten Flasche enttäuscht. Rot war dann doch etwas anderes. Nach einer gewissen Lagerung von über 3 Monaten konnte man von einer braun-rötlichen Färbung sprechen. Mehr aber auch nicht. Das Foto unter diesem Artikel zeigt eine der letzten Flaschen und stellt sicherlich die beste Ansicht dar. Das soll aber nicht heissen, dass dieses Bier nicht appetitlich aussah.

Geruch: Der Geruch des Bieres war angenehm und mild, vielleicht etwas blumig und mit etwas Würze. Insgesamt aber doch eher schwach und unscheinbar. Malzaromen waren im Geruch eher neutral. Ebenso hat die Hefe dort keine grossen Spuren hinterlassen.

Geschmack: Was im Aussehen fehlte, machte das Bier im Geschmack wieder wett. Zwar war dieser Rote Baron nicht rot, aber lecker! Im Forum hatten einige vor der doch recht grossen Menge an Spezialmalzen gewarnt. Das Bier könnte mastig werden oder gar bissig am Gaumen. Am Anfang war es vielleicht etwas mehlig aber nach einiger Zeit war es ein süffiges Bier mit einer ausgewogenen Hopfennote. Diese Hopfennote war aber eher würzig als fruchtig, was bei diesem Bier für den Herkules und gegen Opal und Styrian Golding spricht. Der beschriebene Charakter dieser Hopfen kommt nur leicht zu Geltung. Mit der Karbonisierung sind wir insgesamt nicht ganz zufrieden gewesen. Dies ist einer der Gründe, warum bei den nächsten Suden einmal Traubenzucker statt Speise zum Einsatz kommt, bzw. gekommen ist.

Fazit: Ein Rotbier zu brauen ist nicht so einfach wie gedacht und auch mit einer Menge an Melanoidinmalz und Carared, muss das Bier nicht unbedingt rot werden. Schade, aber mit dem Ergebnis hat man a) wieder was gelernt und b) war es trotzdem ein feiner Tropfen. Gerade der Herkules wird als Bitterhopfen sicher noch einmal zum Einsatz kommen, denn er hinterlässt eine feine würzige Bittere, die in Kombination mit einem fruchtigen Aromahopfen eine tolle Ergänzung darstellt.

Roter Baron

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